Auch König Ludwig II. hat schon in unserem Hause gespeist...
Theodor Hierneis, Hofkoch von König Ludwig II., zitiert:
"Beliebt waren auch die Fasanenjagden der Umgebung Münchens. In der Fasanerie Hartmannshofen wurden diese buntgefiederten und stolzen Vögel fachgemäß gezogen, um dann am Tage der Jagd ihr leben zu opfern. Die Jagdbeute war meist sehr ergiebig, fünf- bis sechshundert Stück waren keine Seltenheit.
In der Küche dieses Forsthauses mußte ich das Frühstück, bestehend aus Weiß- und Bratwürsten, ferner ein einfaches Fleischgericht, wie Koteletts mit Püree oder Hühnerragout mit Risotto, und hernach noch Käse und Butter bereiten. Als Pflaster für meine Arbeit überrreichte mir dann der Fasanenmeister ein Exemplar der Jagdbeute."

"Das Menü erfuhr der König erst aus der Speisekarte, die neben dem Gedeck lag. Links oben, neben der Suppenangabe, stand der Name des diensthabenden Mundkochs. Wenn es sich nicht um ein ausgesprochen deutsches Gericht handelte, waren alle Speisen nach ihrer französischen Bezeichnung aufgeführt. Oft habe ich das Menü selbst geschrieben und die Karte aufgelegt. Einmal war ich damit beschäftigt, sie auf das "Tischlein deck dich" zu legen, als der König eintrat."

1953
Im Münchner Altersheim lebte der ehemalige Küchenjunge (und spätere Hofkoch) König Ludwigs II. von Bayern, Theodor Hierneis. Seine Erinnerungen geben der Biographie des "Märchenkönigs" ganz neue private Züge, die die Atmosphäre des königlichen Haushaltes in sachlicher, aber doch packender Weise schildern.

Wir laden Sie recht herzlich ein, mit uns die Geschichte König Ludwigs weiter zu schreiben.

<< zurück